Archive for September 28, 2007

Chicago - Day 1

Dieses Wochenende ging’s also endlich nach Chicago. Wieder haben wir uns ein Auto gemietet (diesmal leider nur so nen scheiß Koreaner gekriegt) und glücklicherweiße auch wieder Kristan’s Navi bekommen. Diesmal fahren wir die Interstate, Indiana kennen wir ja jetzt schon. Ey, diese Speed Limits sind wirklich nervig! 65 Miles! Was soll das? Das sind gerade mal 105 km/h! Das einzig Fute ist, dass man auch rechts überholen kann. (Naja und dass es praktisch keine Geschwindigkeitskontrollen gibt. Hätte mir allerdings vorher jemand gesagt wie teuer Speeding hier ist, wär ich wohl trotzdem ganz brav langsam gefahren … Aber ist ja nochmal gut gegangen!)

Je näher wir an Chicago ran gekommen sind, desto höher ist die Dichte der Toll Roads geworden. Und nicht nur die Anzahl, auch die Preise zogen kräftig an. Waren wir bei der ersten noch mit 15 Cent dabei, waren’s am Ende schon stolze 2,50 $. Und das Ganze nur, um in Chicago’s Super-Stau zu fahren. So hatten wir zumindest schonmal die Gelegenheit die wirklich imposante Skyline Chicago’s zu bewundern. (Naja, Yvonne etwas mehr als ich, irgendjemand muss ja auch über den Verkehr fluchen.)

Chicago Traffic Jam

Unser erstes Ziel in Chicago war der Lincoln Park Zoo, man muss sich nach der langen langweiligen Fahrt ja schließlich erstmal entspannen. Außerdem war der Zoo kostenlos, was man vom Parkplatz nicht behaupten konnte, der genauso viel kostete wie bei jedem anderen Zoo das Familien-Ticket. Aber mit ein klein wenig Geduld kann man einen der wenigen kostenlosen Parkplätze am Straßenrand ergattern. Der Zoo war dann halt ein Zoo. War mal wieder ganz nett, mein letzter Zoo-Besuch muss glaub ich schon über ein Jahrzehnt her sein!

Chicago Zoo

O-Ton Yvonne: „Am besten waren natürlich die Löwen ;-) (weil die einfach genau so sind wie du!) Die hatten auch Spinnen – ohne Glas und alles! Und auch, wenn’s dort stand: Die können mir net erzählen, dass die einfach so an ihrem Platz bleiben! Die ham da bestimmt schon ein paar von verloren!“

Nach dem Zoo wollten wir erstmal unser Hotel aufsuchen um danach noch einen gemütlichen Abend irgendwo in der Stadt (oder wo auch immer es gemütlich ist und was zu Essen gibt) zu verbringen. Leider wollte unser Navi nicht. Das wollte nämlich gar nicht mehr! Der Akku war leer und irgendwie hat es sich auch nicht mehr aufgeladen. Natürlich passierte das idealerweise zum Feierabendverkehr mitten in Chicago. Großartig! Wir hatten ja nichtmal ne Karte von diesem niedlichen kleinen Städtchen …

Irgendwie haben wir’s dann doch zur Interstate geschafft. Genauer gesagt zur 5-spurigen Auffahrt auf 3 verschiedene Interstates, auf der man ungefähr 2 Sekunden Zeit hatte sich für eine zu entscheiden. – Richtig, wir haben die falsche genommen. Komplett falsch um genau zu sein. Erstens: Norden statt Süden. Zweitens: Express statt Local, was bedeutet dass man nur gut alle 10 Meilen eine Ausfahrt benutzen darf. (Wenn wir die richtige Richtung erwischt hätten wäre das durchaus hilfreich gewesen.) Letztlich haben wir – wie auch immer – den Weg zum Hotel doch noch gefunden und haben uns nach dem Einchecken erstmal auf die Suche nach Elektronik-Fachmärkten gemacht.

Genau genommen haben wir erstmal das Auto zerlegt bis wir zum Sicherungskasten vordringen konnten, um auszuschließen, dass diese blöde koreanische Möre das Problem ist. War sie nicht. Ganz genau genommen haben wir sogar erstmal einen Shopping-Zwischenstopp eingelegt. Beim Schuhekaufen konnten wir (Yvonne) dann auch das Navi mal kurzzeitig vergessen. Viele Kartons später ging die Suche nach dem Ladegerät weiter.

Zumindest konnten wir in unmittelbarer Nähe ein paar “Fachmärkte” finden, nur leider wollte uns keiner ein neues Ladegerät für unser Navi geben (”Einzeln verkaufen wir die nicht, aber versuchen Sie’s doch mal bei …”). Auch der Versuch mit einem Ericsson Handyladegerät, das zumindest mal die selben Stecker verwendete war leider erfolglos. Einige Stunden später war ich genervt und beschloss das Problem mit Gewalt zu lösen. Da war bestimmt nur irgendein Käbelchen innen drin locker, dass sich mit Zange und Sekundenkleber ganz bestimmt fixieren lies. Yvonne war nicht begeistert, aber selbstverständlich hat der Herr das letzte Wort und wir haben Werkzeug eingekauft. Zurück im Auto ging’s an die Reparatur. Und was passiert wenn ein Kerl sagt er repariert das jetzt obwohl er keine Ahnung davon hat? - Richtig! Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde ist die Sache gegessen. (Wenn ihr also mal Hilfe bei der Reparatur eines Ladegeräts braucht, fragt mich einfach! ;-) )

Inzwischen war’s allerdings schon ziemlich spät und der Tag damit im wesentlich gelaufen. Oder waren wir noch ein bisschen shoppen? Ich weiß nicht mehr, war so aufregend alles! ;-)