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The Children’s Museum of Indianapolis

Mal wieder haben wir uns in den Bus gewagt. Diesmal zum Indianapolis Children’s Museum – The Greatest Children’s Museum of the World. Ganz klar musste diese Aussage überprüft werden. Es folgt der Testbericht:

Children’s Museum

Zunächst mal haben wir uns an die Spuren der Dinos geheftet. Vom Baby-Dino im Ei bis zum ausgewachsenen T-Rex war alles in der Urzeit-Landschaft vertreten. War ganz nett anzuschaun, aber da konnte man jetzt leider nicht allzu viel machen. Die Roboter- Ausstellung hatte gleich mal zu. Und damit war sie nicht der einzige Raum der grade wegen Umbauarbeiten geschlossen war. Also es war schon mal nicht das größte Museum der Welt.

Weiter ging’s in den Keller, wo ne Eisenbahn rumsteht (aber Eisenbahnen hatten wir ja schon genug gesehen). Seltsamerweise ging’s direkt neben der Eisenbahn ab in die Tiefsee und daneben in die unendlichen Weiten des Weltalls (leider nur sehr kurz).

Nach dem Mittagessen konnten wir endlich loslegen: Staudamm bauen! Ich hab Markus gar nicht mehr von dem Kasten mit dem Wasser und den Gummiklötzchen wegbekommen. Aber die Staudamm-Formationen, die er entworfen hat waren echt besser als die, die die Kids hinbekommen würden ;) Also falls mal jemand Nachhilfe im Staudammbauen braucht… Außerdem haben wir zusammen den allerhöchsten Bauklötzchenturm gebaut. Fast schade, dass so wenig Kinder da waren. Wir hätten sie alle im Wettbauen geschlagen!

Children’s Museum

Nur mit unseren Plastikbooten war was nicht in Ordnung. Die sind irgendwie nicht so richtig gut im Kanal geschwommen. Vielleicht lag’s bei Markus auch daran, dass er mit Gewalt versucht hat 4 Segel an einem Kinderplastikboot das für 2 Segel ausgelegt ist festzubekommen?

Im Wesentlichen war’s das dann auch schon – mal abgesehen vom obligatorischen Rennauto, das hier wohl jeder rumstehen hat. Ein Augenschmaus für Kunstliebhaber wird noch geboten: Wenn ihr mal eine wirklich abgrundtief hässliche Glas-Skulptur sehen wollt, lohnt sich ein Besuch im Kindermuseum allemal. Ein berühmter Künstler, dessen Namen ich vergessen hab hat einen Haufen knallbunte Glasrohre im Treppenaufgang über vier Stockwerke drapiert. Und zu allem Überfluss gibt’s außer dem staubigen Ding auch noch nen extra Raum mit Blumen und Gräsern aus Glas! (Worin der Zusammenhang mit einem Kindermuseum besteht ist mir völlig schleierhaft. Wahrscheinlich wollte einfach kein anderer diese Monsterskulpturen haben und mit Kindern kann man’s ja machen.)

Eine Frage hätten wir noch an all die Dirks da draußen: Wie funktioniert die Wasseruhr?

Children’s Museum

Indianapolis Motor Speedway

Indianapolis Motor Speedway Museum

Heute stand also unser Ausflug zum berühmten Indianapolis Motor Speedway auf dem Programm. Leider konnt’s nicht ganz pünktlich losgehen weil Yvonne mal wieder ein technisches Gerät durch simples Anschalten zerstören musste. Wir mussten also erstmal den See aus der Küche wischen, den uns der Geschirrspüler eingebrockt hat.

Danach also auf zum Speedway: Campus-Shuttle bis zur Red Line, Red Line bis Downtown, Linie X bis zum Speedway, Dauer: gute Stunde. Für Amis wären’s ca. 15 Minuten mit dem Auto. Bus fahren die nämlich nicht, es sei den sie sind wirklich wirklich arm (was bedeutet, dass praktisch nur Schwarze Bus fahren). In Amerika gibt’s im Bus übrigens kein Wechselgeld zurück - entweder man hat’s passend oder man zahlt halt zu viel. Für IUPUI Students kostets nichts, auch wenn den Service wahrscheinlich kaum ein Student hier in Anspruch nimmt (die haben ja schließlich genug Geld und Autos).

Einmal angekommen haben wir erstmal eine Bus Tour über’s Oval gemacht. Also die Strecke die ein NASCAR- oder Indy 500-Auto in unter einer Minute zurücklegt in einer gemütlichen Viertel Stunde abgefahren. Ganz nett. Und man kann ein paar schöne Bilder von der beeindruckenden Boxenanlage machen.

Race Control

Danach ging’s auf ins Museum. Dort stehen natürlich hauptsächlich (nein, fast ausschließlich) eine Sorte von Autos: Indy 500 Renner! Praktisch eins für jedes Jahr der Indy 500 Geschichte. Immerhin haben sie auch noch ein paar Formel 1 Monoposti und erstaunlicherweise nur 2 NASCARs mit reingestellt, wo NASCAR doch die mit Abstand populärste Rennserie hier drüben ist. Der Besuch lohnt sich also nicht wirklich wenn man nicht total Indycar begeistert ist.

Für uns hat es sich trotzdem mehr als nur gelohnt! Nach ein paar Verrenkungen beim Versuch Schumi’s alten Bennetton zu fotografieren kam der nette Rentner und Museums-Angestellte Charles auf mich zu. Ob ich denn nicht lieber hinter die Absperrung will um ein paar bessere Fotos zu kriegen. Na klar! Außerdem kamen wir ein bisschen ins Gespräch, haben eMail-Adressen ausgetauscht (jemand von euch in Deutschland schonmal von nem Rentner ne eMail-Adresse gekriegt?) und ihm versprochen ihm ein paar Fotos von Deutschland zu schicken.

Schumi’s alter Dienstwagen

Während wir uns den Rest des Museums angeschaut haben hat er uns auch noch Linda vorgestellt. (Ihr Job: Du setzt dich in ein Indycar, sie macht ein Foto von dir und verkaufts dir für 10,- $.) Wir haben zwei umsonst bekommen. Man, müssen wir nett sein! Zum Höhepunkt haben sie uns auch noch zum Abendessen eingeladen! Feine Sache.

Indycar

Danach sind wir erstmal weiter zum Speedway Shopping Center gefahren. (Nachdem sich zunächst die halbe Belegschaft damit beschäftigt hat wie wir denn am besten zum Restaurant kommen - so ganz ohne Auto …) Das Shopping Center war dann natürlich typisch amerikanisch: Riesiger Parkplatz (hey, halb Amerika besteht aus Parkplätzen!) und natürlich auch das Shopping Center selbst nicht zu klein. In den zahlreichen Geschäften dort konnte dann vor allem Yvonne sehr, sehr günstig einkaufen (und nicht nur weil der Euro so gut steht)!

Schließlich ging’s dann zur vereinbarten Zeit zum Dinner zu Applebee’s. Wie praktisch alles hier drüben natürlich eine Kette. Aber nicht so herzlos wie beim goldenen M, sondern mehr wie ein herkömmliches Restaurant in unseren Landen. Service und Freundlichkeit waren (wie überall hier) hervorragend und auch das Essen selbst war erstklassig! Mein Steak für 12,- $ (knapp 9,- Euro) war das beste, das ich seit ner Ewigkeit gegessen hab! Anders als bei uns: Die verdienen ihr Geld nicht durch überteuerte Getränke. In praktisch jedem Restaurant zahlst du nur einmal für deinen Softdrink und kriegst Free-Refills wann auch immer dein Glas halb leer ist - wohlgemerkt ohne danach fragen zu müssen, so schnell wie das Glas wieder voll ist kannst du gar nicht gucken. Auch anders: Hier geht man Essen um zu Essen. Es dauert in der Regel keine 10 Minuten bis das Essen auf dem Tisch steht und sobald die Tellerlein leer sind geht man dann auch wieder.

Applebee’s

Alles in allem hatten wir also einen sehr gelungenen Tag! Nur der Geschirrspüler bedarf noch Reparatur.