Um’s gleich vorweg zu nehmen, man braucht eigentlich nur 2 Sachen um ein Visum zu bekommen: Geld und Zeit. (Naja, und nen Reisepass)
Zeit, weil man unendlich viele Dokumente ausfüllen muss: DS-2019 Antrag, DS-156 Electronic Visa Application Form (EVAF), DS-157, DS-158, und wie sie alle heißen und wer weiß was noch alles! Außerdem Zeit weil es ein paar Wochen dauert einen Termin zu kriegen. Und vor allem Zeit weil man an dem Termin vor allem mal wartet und wartet und wartet. (Falls irgendjemand von euch mal länger als 90 Tage in die USA reist und ein Visum braucht: Nehmt ein Buch mit ins Konsulat! Oder was zu arbeiten! Irgendwas!)
Geld, weil dieser kleine, zugegeben nicht ganz hässliche Aufkleber im Reisepass sauteuer ist! 80 Euro Visa-Antrags-Gebühr, Knapp 100 $ SEVIS-Gebühr und natürlich noch der Anruf in der Botschaft um einen Visa-Termin auszumachen. (Tipp: Nehmt nicht die 0900-Nummer für ich weiß nicht wie viel Euro pro Minute, nehmt die Nummer bei der ihr einmalig 15,- Euro zahlen müsst. Ist wirklich billiger!)

Und wenn ihr dann mal in Frankfurt bei Eurem Visa-Termin seid (mit einem Buch), stellt ihr euch erstmal draußen in eine Schlange um ein Ticket zu bekommen. Dann draußen in die andere Schlange um das Ticket zu zeigen und zur Sicherheitskontrolle zu kommen. Von dort geht’s in die große Halle in der ihr erstmal 3 Stunden warten dürft. Dann rufen Sie euch auf um euch sämtliche oben erwähnten Formulare abzunehmen und kurz auf Richtigkeit zu kontrollieren. Danach dürft ihr wieder 3 Stunden warten. (Deswegen: Buch!) Beim zweiten mal dürft ihr nun eure ganzen anderen Dokumente und Formulare vorzeigen, die noch unbedingt mitgebracht werden mussten und folgendes belegen sollen:
- Purpose of your trip to the U.S.;
- Convincing documents to show that you have sufficient funds to cover all expenses in the U.S. or how those expenses will be met by another; and
- Evidence of your intention to leave the U.S. after your temporary stay.
Also, hin zu der hübschen Blondine am Schalter 14, schonmal anfangen das ganze Zeug raus zu kramen. Aber erstmal drei Fragen beantworten: “Was machen Sie in den USA?” (Warum fragt die mich das, die hat ein DS-2019, die weiß genau was ich dort will!) “Wie lange werden Sie dort bleiben?” (Warum fragt die mich das, die hat …) “Wer finanziert Sie?” (Gute Frage eigentlich!) “Danke, das wars!” - “Wie? Wie jetzt? Und was ist mit den ganzen Unterlagen, die ich unbedingt mitbringen musste? Hallo, das war nicht so einfach von meiner Provinzbank ein englisches Schreiben zu bekommen, auf dem steht dass das Geld wohl ausreichen wird! Das war …”

