South Indiana - Day 2

Heute morgen machten wir unsere erste Erfahrung mit “Kontinentalem Frühstück”, was uns in den kommenden Wochen ja noch das eine oder andere Mal begleiten sollte: Lappriger Toast, gesalzene Butter, eine Sorte Marmelade, Cornflakes und mittelklassiger O-Saft. - Schnell weiter zu Tagesordnungspunkt 2:

Wir fuhren die “Scenic Route” im Süden Indiana’s Richtung Osten. Wenn wir nicht vorher schon hunderte Meilen durch Indiana gefahren wären wär’s vielleicht landschaftlich ganz schön gewesen. Im Wesentlichen war’s allerdings nicht mehr “scenic” als fast jede andere Straße, auf der wir bisher gefahren waren. Also weiter zur nächsten Station:

Die da war: Marengo Cave. Eine Höhle also. Bzw. als allererstes mal Kommerz pur (wir sind ja in Amerika). Wir haben uns kurzentschlossen einer kleinen Tour durch die Höhle angeschlossen (für ein nicht ganz so kleines Budget). Raus aus der Sonne (wird’s hier eigentlich jeden Tag heißer?) in die eisige Höhle - am Anfang noch ganz angenehm, am Ende war ich dann doch froh, dass Yvonne immer an alles denkt und wir Pullis dabei hatten. Die Tour war ganz interessant, vor allem anfangs, wenn man in der Mitte der Höhle steht und dank dem stillen spiegelnden Wasser am Höhlenboden denkt sie ist doppelt so hoch wie sie tatsächlich ist. (War der Satz verwirrend genug? Schaut euch einfach die Fotos an oder geht selber hin!) Am Ende gab’s dann noch ein kleines Filmchen in dem die obligatorische überdimensionale Amerika-Flagge am Ende nicht fehlen durfte.

Marengo Cave

Weiter ging’s über den wunderschönen Patoka Lake nach French Lick. Dort wollten wir ins “Indiana Railway Museum” und am liebsten auch bei einer der mehrmals täglichen Fahrten auf einer alten Dampflock mitfahren. Nur leider war außer einem riesigen Casino in French Lick (etwas kleiner als Rödental übrigens) nichts zu finden. Auch die angebliche Addresse der angeblich vorhandenen Tourist Info half nicht wirklich weiter - die angegebene Straße gab’s nicht, alle Varianten führten ins tiefste Wohngebiet. Als wir schon aufgeben wollten, sind wir dann doch noch zufällig drübergestolpert. (Nachdem wir erstmal bei Chicago’s je eine “kleine” Pizza nicht ganz gessen haben, die jeweils für eine komplette Familie gereicht hätte).

Railway Museum

Das Railway Museum bestand schließlich aus ein paar nicht mehr benötigten Abstellgleisen, auf denen einige alte Loks und Wagen vor sich hin rosteten. In einer alten Bahnhofshalle (ungefähr so groß wie die in Rödental-Oeslau) war dann eine Mini-Ausstellung von ca. 20 uninteressanten Exponaten und Toiletten im Originalzustand ;-). Allerdings weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Aus unserer Zugfahrt wurde damit leider nichts. Es hatte aber auch was Gutes: Man konnte in und auf den ganzen alten Zügen machen was man wollte.

Carlsbad of America

Am Ortsausgang sind wir dann am “Carlsbad of America” vorbeigekommen (ein Luxushotel). Jeder der schonmal im echten tschechischen Karlsbad war, wird die Ähnlichkeit sofort erkennen. Schließlich ging’s dann zurück nach Indy wo wir uns die etwas besseren Wohngegenden angeschaut haben: Nicht vergleichbar mit der Gegend um Downtown! Da lässt sich’s schon aushalten. Und selbstverständlich musste auch noch der obligatorische Sonntag-Nacht Walmart-Einkauf erledigt werden, schließlich brauchen wir noch Proviant bis es nächste Woche nach Chicago geht!

Leave a Comment